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Trailspaß in den Vogesen
Die erste Zweitagestour des Jahres war eine absolute Fahrt ins Ungewisse:
Ohne gebuchte Unterkunft und eigenes Wissen über die MTB-Wege der Vogesen ging's bei recht
kühlen und nassen Bedingungen Richtung Barr. Doch eine geeignetes Hotel zu finden sollte an
diesem Tag kein Problem sein. Gleich das erste Hotel war ein Volltreffer, weswegen wir wie
geplant um 11 Uhr im Sattel saßen.
Dann ging es erstmal bergauf, lang bergauf. Fast 20km bis zum Champs des Feu
auf 1100m. Die Steigung war meist moderat, doch der lehmig-matschige Boden
erschwerte den Aufstieg. Die zum Teil von Forstarbeiten
umgegrabenen Wege und der Regen vom Vortag trugen
dazu in hohem Maße bei. Die Räder schienen förmlich am
Boden zu kleben was mit der Zeit ordentlich aufs Gemüt
und in die Beine schlug. Doch die Belohnung folgte.
Die zweite Hälfte war flowiger Trailspaß pur, ein Kilometer
schöner als der andere. Die Trails waren überraschend trocken.
Ein weiteres Zwischenziel war Mont Sainte-Odile, ein Kloster aus dem 7.
Jahrhundert zu dem noch ein kurzer und knackiger Aufstieg nötig war. Doch hier hielten wir
uns nicht lange auf und surften auf den weiter traumhaften Trails Richtung Barr.
Voller Euphorie erreichten wir abends unser Hotel, wo wir zwei große Bier bestellten und nicht
schlecht staunten, als wir für 0,5l Meteor 5,90€ bezahlen durften. Naja, das Bier war jedoch
verdient und zu dem Zeitpunkt durch nichts zu ersetzen. Scheint ein absolutes Luxus-Bier zu sein.
Abends waren wir dann cleverer und stiegen auf Pinot Noir zum Flammkuchen um was dann auch
zur Region passte und es auch zum angemessnen Preis gab.
Der zweite Tag begann mit dunklen Wolken und dem Transfer nach
Lievpre. Es hatte die ganze Nacht geregnet und der Blick zum Himmel
ließ auf eine nasse Tour mit Regenkleidung vermuten. Doch es sollte
anders kommen.
Nur 31km hatte diese zweite Etappe, trotzdem 1100hm. Wir waren gespannt.
Die Anstiege sollten knackiger als am Vortag sein, oft über lange Passagen 10% im Durchschnitt mit
Spitzen von 14-15%. Erholung auf der Abfahrt – Fehlanzeige. Die ohnehin technisch anspruchsvollen
Trails mit vielen Spitzkehren und auch vereinzelten Wurzelteppichen waren
durch den Regen in der Nacht rutschig und eine absolute Herausforderung,
teilweise auch Überforderung.
Die Tour zog sich bis dahin von Lievpre über Stangenplatz über die Rondes
Roches und Rocher des Fées. So starteten wir etwas erbost über unsere
technischen Unzulänglichkeiten in den langen Schlussanstieg über Col de
l’Altenberg wiederum zum Stangenplatz und dann zum Rocher du Coucou.
Doch wir wurden wieder belohnt. Ein toller Trail führte über 10km ins Tal
zurück zum Ausgangspunkt, wobei sich technisch-anspruchsvolle Passagen
permanent mit flacheren Geschwindigkeitsphasen abwechselten. 
So stand am Ende ein durchweg positives Fazit, wobei auch überdeutlich wurde, dass bis Transalp-
Start noch einige Trainingskilometer geschrubbt werden müssen.
Vielen Dank auch an "FrankOli", von dessen Webportal wir diese beiden tollen Touren bezogen
haben. Danke!