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Die Tour der neuen Eindrücke!
Geplant war ne Tour die genau das vermitteln sollte – und das tat sie auch.
Wenn auch nicht ganz so wie wir es uns ausgemalt haben.
Nach einer recht späten Ankunft am Arlberg, gegen 13 Uhr, ging’s direkt von der
Autobahn zum Lift - 2 Stunden einfahren am Sonnenkopf um etwas Fährte
aufzunehmen für die morgige geplante Skitour.
Sonne satt bei leichten plusgraden und Altschnee mit Eis machte es jedoch nicht
einfach sich durchs Gelände zu wuchten. Zudem war das Pistennahe Gelände
natürlich stark verspurt und ähnelte teilweise eher einer Buckelpiste.
Schwere Kost!
Der nächste Morgen war von der Euphorie geprägt doch noch mit Hilfe eines
Bergführers die letzten unberührten Hänge des Arlbergs zu finden.
Kurz nach neun trafen wir unsere Bergführerin in St.Anton. Und schon ging’s mit der
Rendlbahn ins Skigebiet um uns etwas auf den Pisten aufzuwärmen.
Gegen halb elf bogen wir dann von der Piste ab, traversierten
einen Hang und verschwanden über eine Kuppe in der Weite der
Arlbergregion.
Dann war erst mal schluss mit locker dahin cruisen. Wir zogen die
Felle auf die Ski und begannen den Aufstieg. Da für uns neu, war
dies zu Anfang nicht so einfach. Der Gehmechanismus der
Tourenbindung schien manchmal seinen eigenen Willen zu haben
und die Felle verweigerten vermeintlich zu weilen die Arbeit. Doch
ist alles Übungssache! Und so standen wir nach kurzer Zeit recht
sicher aufm Brett. Die Aufstiegstechnik konnten wir dann in den
kommenden 2,5 Stunden nun fortlaufend verbessern. Ein für uns
Anfänger gutes Stück arbeit. Doch war das Panorama bei
wolkenlosem Himmel und Weitsicht grandios und jede Anstrengung wert! Mit
Oberschenkeln wie Beton, zumindest bei mir, erreichten wir dann den Gipfel oder
eher den Bergkamm der den Ausgangspunkt zu unserer Abfahrt über die andere
Seite des Berges markierte.
Ne steife, kalte Briese dort Oben ließ uns nicht lang verharren. Schnell die Felle
abgezogen und abfahrtsfertig gemacht – und Start! Eine lange Abfahrt im absoluten
Backcountry über nur schwach verspurte Hänge hinab ins Tal. Leider ließ der immer
noch schwere Schnee und die vom Aufstieg doch sehr strapazierte Muskulatur keine
unbeschwerte und leichtfüßige Abfahrt zu. Doch dies konnte keinem von uns das
Grinsen aus dem Gesicht wischen. Die Abfahrt endete in einem langen Forstweg der
uns in Tal leitete. Mit dem Taxi  ging’s dann zurück nach St.Anton wo wir noch einmal
aufi fuhren um an einer Hütte den, eines solchen Tages würdigen, Apréski zu
begehen. Ein toller Tag der alleine schon die Fahrt nach Österreich wert war.
Der letzte Tag brachte uns nach Lech-Zürs am Arlberg. Gepusht vom Vortag und
dem neu erlernten machten wir uns bei günstigen
Verhältnissen, die gleichen wie am Vortag, auf die Suche nach
interessanten Hängen. Doch ist auch dieses Gebiet bekannt für
seine Varianten und somit gab’s auch das entsprechende
Publikum was in stark verspurtem Gelände sein Resultat fand.
Das Wetter zeigte sich auch an diesem Tag mit Sonne und
wieder Sonne, eigentlich perfekt wäre da nicht der alte,
vereiste Schnee. Erst gegen Nachmittag fanden wir einen noch schwach verspurten
Hang, was wohl am notwendigen 20 min Aufstieg lag. Doch wir hatten die Nase voll
von den abgerutschten brettharten Pisten über den Tag hinweg und entschlossen
uns für den Aufstieg. Der Lohn war ein einmaliges Panorama und eine weite tolle
Abfahrt.
Nun ging’s auf Pisten zurück zum Auto und somit auf den Heimweg ins leider nicht
so bergige dennoch wunderschöne Saarland.
Fazit:
Mächtig! – an Eindrücken und Erinnerungen.
Und dies war definitiv nicht die letzte Fahrt dieser Art. Vielleicht das nächste Mal mit
etwas Neuschnee um die Sache perfekt zu machen.
Auch muß das nächste Mal die Kondition stimmen um den Genuss noch etwas zu
steigern.
Dennoch ein echter Gedächtnisbrenner!