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Over the Roxx landet im gesicherten Mittelfeld
 
Das 2. Rennen des OTR-Teams bestritten Rouven und Michael in
Orscholz beim 8. Saarschleifen Bike Marathon über die
Mitteldistanz mit 54km und 1200hm. Dabei lief die Vorbereitung
mal wieder etwas holprig: Erkältungslädiert und mit Blase am
Daumen senkte sich Michael´s Motivation schon am Start gegen
0, als die Batterie im Bikecomputer 30 Sekunden vor Rennbeginn
den Dienst quittierte. Die Laune hob sich dann aber schnell
wieder, waren die ersten 10 Kilometer doch
herrlich und
weitgehend bergab runter zur Saar zu
fahren. Dann begann jedoch der erste
knüppelharte Anstieg mit steinigem,
rutschigem Boden auf einem engen
Pfad, was das Überholen zusätzlich
erschwerte. Nach 28km nutzten wir an
der 1. Verpflegungsstation die
Gelegenheit um Speicher und Trinkflasche aufzufüllen
und weiter gings. Immer wieder forderten technisch
anspruchsvolle Passagen (passenderweise mit Totenköpfen
gekennzeichnet) die Teilnehmer und machten tierisch Laune. An
einer solchen nach knapp 40km kams dann jedoch zum
Auffahrunfall, als Rouven mal wieder um die Steilkurve fliegen
wollte und Michael schlicht zu langsam für ihn war. Das Ergebnis
war ein abgerissenes Cleat bei Michaels Klickis, was bei reinen
Klickpedalen natürlich eine enorme Einschränkung ist. Gott sei
Dank kam 500m weiter die 2. Verpflegungsstation,
doch als Rouven wieder aufs Rad wollte der
nächste Schock: Sein Bikecomputer war weg
– geklaut oder beim Sturz verloren? Wir
werden es wohl nie erfahren. Natürlich hebt
auch so was nicht unbedingt die Laune,
weswegen wir doch etwas missmutig in den
ca. 10km langen Schlussanstieg hineinfuhren.
Und es kam noch schlimmer: Nachdem wir
schon mehrere Athleten bei dem warmen
Wetter krampfgepeinigt vom Rad steigen sahen,
gaben auch Rouvens Oberschenkel 7km vor dem Ziel den Dienst
auf. So zogen sich die letzten Kilometer für beide ganz schön
und die Zielüberquerung nach 3h20min bzw. 3h30min war eine
wirkliche Erlösung. Damit lagen die Beiden im hinteren Mittelfeld
um Platz 300 von 450 gezeiteten Fahrern und das anvisierte 3h-
Ziel wurde deutlich verpasst.
Trotzdem hat es (vor allem am Anfang) richtig Laune gemacht
und diese Erfahrungen werden helfen, die nächsten Rennen
noch cleverer und erfolgreicher zu bestreiten.