Eins war nun klar: Der Schwarzwaldweg ist in seiner kompletten Länge – zumindest von uns – auf
keinen Fall in 3 Tagen komplett zu durchfahren. Einfach zu viele Berge im Weg. Doch es gibt ja
auch Täler im Schwarzwald und eben diese Varianten wollten wir ab sofort einbauen. So ging es
über die Kinzig-Talsperre eine herrliche Abfahrt hinunter ins Kinzigtal, wo wir in Wolfach zeigen
wollten, dass wir gelernt haben und erstmal einen deftigen „Straßburer Wurstsalat“ nebst Weizen
verzehrten. Bei Halsach verließen wir die Kinzig, nahmen im Ochsen in Mühlenberg noch ein
letztes Weizen, bevor der erste Aufstieg des Tages begann. Pünktlich öffnete der Himmel seine
Pforten und stellte zum ersten Mal die Regentauglichkeit unserer Jacken auf die Probe. Während
Rouvens Vaude-Jacke mit Bravour bestand, fiel Michaels Killtec-Modell gnadenlos durch. Doch
der Anstieg mit 20%-Passagen ließ erstmal keine Kälte aufkommen. In der Hälfte wurde die
Kleidung gewechselt und es ging in den zweiten Abschnitt (immer mal zur Erinnerung: wir hatten
keine Ahnung, wie lang das bergauf geht): Jetzt ging es permanent mit 5 bis 6% Steigung nach
oben. Insgesamt über 20km bei einer Fahrzeit von über 2 Stunden strampeln bis der Arzt kommt
- Kühlung von oben inklusive. Nach einer kurzen Abfahrt nach Schonau ging es erneut nach
oben (an den Skischanzen vorbei) hinaus zur Brenter Höhe auf über 1100m. Spätestens als wir
gegen halb 9 die falsche Abfahrt (nach Furtwangen und nicht nach Neueck) genommen und
300 Höhenmeter verloren hatten, war klar: Das wird heut nix mehr. Als letzter Joker half Tina´s
Besenwagen aus Villingen, die schier unüberwindbaren restlichen 30km mit etlichen Anstiegen
zu überwinden. Allein die Jugendherberge war gaaaaaaanz weit oben am Berg und wäre wohl
allein schon genug Herausforderung gewesen. Also nochmal: Vielen Dank, Tina!