Gelungener Saisonstart am Stubai-Gletscher
Unsere Eröffnung der Skisaison 2010/11 führte die “Schneeverrückten” dieses
Jahr schon besonders früh in die Alpen. Klar daß wir bei noch fast
frühlingshaften Temperaturen in den Alpentälern hoch hinaus mussten um die
weißen Felder zu erreichen. Bis auf 3.212 m um genau zu sein.
Stubai-Gletscher hieß das Ziel für die ersten Schwünge der Saison. Und das
vorhergesagte Wetter ließ Sonnenschein pur erwarten. Also wurde
Sonnencreme und -brille eingepackt und schon ging´s los.
Der erste Morgen begann wie erwartet sonnig und wir konnten erstmals, da es
bei der Ankunft am Vortag schon stockdunkel war, einen Blick auf die uns
umgebende Berglandschaft und den in hausnähe ca. 80m hohen Wasserfall
werfen. Natürlich wurde dabei nicht viel Zeit vergeudet, man wollte ja schnellst
möglich auf die Bretter.
Die ca.10-minütige Anfahrt zum Gletscher führte uns durch eines der für mich
schönsten Bergtäler der Alpen. Natur pur - mit in Herbstfarben getauchtem
Blattwerk, rauschendem Gebirgsbach und gleich mehreren Wasserfällen die
sich von den mächtigen Gesteinsformationen ins Tal stürzen. Auch mit
Bergziegen die gemütlich und nicht aus der Ruhe zu bringen die Strasse
queren und die zum Gletscher hetzenden “Schneeverrückten” in einem Stau
ausbremsten - Alpenmentalität einer Bergziege.
Über die lange Eisgrat Gondelbahn, vorbei an einer immer noch
beeindruckenden Berglandschaft, erreichten wir die weißen Schneefelder des
Stubai-Gletschers. Unter “blaustem” Himmel wurden nun die ersten Schwünge
der Saison in den teilweise doch sehr harten Schnee gezeichnet.
Außer uns Hobbyrutschern tummelten sich bei Temperaturen knapp über null
auch etliche Skiteams aus aller Welt zum Training im Gletschergebiet.
Allerdings nahm das hohe Aufkommen von Rennanzügen und Stangenwäldern
am Hang wenig Einfluss auf unseren Fahrspaß da genügend Platz auf den
breiten Hängen des Gebiets vorhanden war.
Am Ende des langen Skitages gönnten wir uns an einer Schirmbar, nähe der
Talstation, noch einen Absacker bevor wir den Abend in unserer Ferienwohnung
bei Bier, Wein und einem leckeren Käsefondue ausklingen ließen.
Der zweite Skitag stand dem ersten in nichts nach - Sonne satt!
Zum Skigebiet bleibt noch zu sagen daß es trotz der unwirklichen Geröll- und
Felslandschaft, die sich uns durch den fehlenden Schnee unter 3000m bot,
einen vielversprechenden Eindruck machte und sicher in Zukunft noch einmal
das Ziel einer Tour stellen wird.
Fazit - es hat sich auf jeden Fall gelohnt die lange Fahrt für zwei Tage auf sich
zu nehmen. Das perfekte Wetter, die herrliche Herbstlandschaft und nicht zu
letzt die eigentlich traditionell gute Laune Aller machen die Fahrt zum echten
Aufheizer für die Saison.